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von howtomultimediaebook

März 2013: EPUB getestet und kurz erklärt:

Das Format EPUB beruht – wie gewöhnliche Websites – auf  XHTML und CSS. Um das EPUB Format besser zu verstehen, lohnt es sich die Datei zu entpacken. Das geschieht auf einem MAC via dem Befehl „unzip“ im Terminal, auf Windows mit einem speziellen Unzipper. Aufgebaut ist die EPUB Datei wie eine gewöhnliche Website, mit Stammordner, Dateien, CSS und den XHTML Dateien.

Man könnte theoretisch ein eBook im EPUB Format auf einem HTML-Editor erstellen. Einfacher geht es mit einem Textverarbeitungsprogramm, wie zum Beispiel Microsoft Word oder besser mit InDesign von Adobe. InDesign bietet dem Benutzer die Möglichkeit das Buch als fertiges EPUB zu exportieren, bei Word müssen dafür noch ein Stylesheet (CSS) und die XHTML Dateien zum Teil manuell erstellt werden.

Das Einbetten von Illustrationen kann im InDesign erledigt werden. Allerdings wird einem die Standarddarstellung – auch wenn die Illustrationen im InDesign Dokument verankert sind – von jeweiligen Ausgabegerät (in unserem Fall ein iPad 3) aufgezwungen. Dies sollte mittels der manuellen Anpassung des Stylesheets jedoch umgangen werden können. Unsere Versuche waren diesbezüglich noch nicht all zu erfolgreich.

Videos einbetten ist ebenfalls möglich. Der Code für die Einbettung der Videos muss direkt in die XHTML Dateien eingegeben werden. Dafür am besten eignen sich HTML-Editoren, wie z.B. Dreamweaver. InDesign (CS6) bietet diese Funktion noch nicht. 

Gegenüber dem iBooks Author hat man sicher den Vorteil „freier“ zu sein. Respektive Dateien im Hintergrund (CSS & XHTML bei EPUB), selber anzupassen. Allerdings ist das Einfügen von Illustrationen und Videos um einiges Zeitaufwändiger.

EPUB ist ein dynamisches Format. Wie bei iBooks Author passt sich der Textfluss auf das jeweilige Format an. So können können EPUB Formate auf verschiedenen Ausgabegeräten wiedergegeben werden, das gilt für Tablets, Readers, wie für Mobiltelefone. Der grosse Vorteil von EPUB gegenüber iBooks Author: EPUB-Dateien können von den meisten Geräten gelesen werden, iBooks Author läuft ausschliesslich auf Apple Geräten.

EPUB ist damit die Standarddatei für eBooks, welche nicht nur mit einem Gerät, sondern mit einer Vielzahl von Readern (iPad, Nook, Sony Reader etc.) kompatibel ist. Die Studie des Börsenvereins des deutschen Buchhandels gibt dem EPUB-Format auch klar die grösste Chance, sich auf dem Markt als Standardformat durchzusetzen.